
Allegorie des Winters (und der Liebe)
Details
Die Geschichte
Ein alter Mann mit Pelzmütze beugt sich über eine Pfanne mit glühenden Kohlen, nimmt mit der Zange ein Stück auf und hält es an den Kopf seiner Pfeife. Der Tabak hatte sich im frühen 17. Jahrhundert rasch in der Republik der Niederlande verbreitet, und in Utrecht malte man in den 1620er Jahren gern einen einzelnen Raucher oder Trinker als Halbfigur, ganz nah, die Leinwand füllend. Vordergründig ist das der Winter, eine der vier Jahreszeiten, ein Greis, der sich am Feuer wärmt. Der Louvre liest in der Glut noch eine zweite Bedeutung, das Feuer der Liebe, angefacht von Leidenschaft und Vergnügen, und was einem Verehrer widerfährt, der allzu unvorsichtig wirbt. Deshalb steht die Liebe im Titel in Klammern.
Bloemaert malte das Bild um 1625 bis 1630, im 17. Jahrhundert stach Hendrick Bary es in Holland in Kupfer. Bei zwei Versteigerungen in Gent, 1803 und 1804, wurde es als Gegenstück zu einem Bild von Gerrit van Honthorst angeboten, wahrscheinlich dessen Allegorie des Geizes. Der Louvre kaufte es 1843 bei einem Pariser Händler.



