
Peter Paul Rubens · PD
Ansegisel und die heilige Begga
Details
Die Geschichte
Um 1612 bis 1615 plante Rubens offenbar eine Folge der Herzöge von Brabant, eine Reihe von Herrschern von der halb sagenhaften Frühzeit bis in seine eigene Gegenwart. Diese Tafel gehört vermutlich zu dem Vorhaben, das nie ausgeführt wurde. Das Paar stammt aus dem späten 7. Jahrhundert, aus dem Frankenreich der Merowinger. Ansegisel war ein Adliger am austrasischen Hof, seine Frau Begga gründete nach seinem Tod ein Kloster in Andenne an der Maas und wurde später als Heilige verehrt. Ihr Sohn Pippin der Mittlere war der Urgroßvater Karls des Großen, und genau deshalb lohnte es sich, diese beiden für ein Herrscherhaus zu malen, das sich eine möglichst alte Abstammung wünschte. Die Tafel ist danach weit herumgekommen. Um 1635 gehörte sie zur Sammlung Buckingham in England, 1685 zur kaiserlichen Sammlung in Prag, und seit 1721 ist sie in Wien.




