
Apollo und Daphne
Details
Die Geschichte
In Ovids Metamorphosen ist es die erste Liebesgeschichte. Apollo hatte über Amors kleinen Bogen gespottet, und Amor rächte sich mit zwei Pfeilen. Den Gott traf ein goldener, der Liebe weckt, die Nymphe Daphne ein bleierner, der sie fliehen lässt. Als Apollo sie am Fluss ihres Vaters, des Flussgottes Peneios, beinahe eingeholt hatte, flehte sie, die Schönheit zu verlieren, die ihr das eingebracht hatte, und wurde zum Lorbeerbaum.
Chassériau malt das Ende der Jagd. Daphne reckt die Arme über den Kopf, ihre Beine wurzeln schon im Boden, und Apollo ist vor ihr auf die Knie gesunken und umschlingt sie, während sie sich verwandelt. Bei Ovid liebt er den Baum weiter, spürt unter der frischen Rinde noch ihr Herz schlagen und macht den Lorbeer zu seinem Baum. Deshalb bekränzte man später Sieger und Dichter mit seinen Blättern.
Das Bild entstand 1844 oder 1845 auf einer kleinen Leinwand von etwa einem halben Meter Höhe. 1845 war es im Foyer des Odéon zu sehen, des Theaters am linken Seineufer in Paris.




