Apollon vom Scasato

Apollon vom Scasato


Details

Künstler
Unbekannter faliskischer Bildhauer (klassische Zeit)
Technik
bemalte Terrakotta, Giebelfigur (Büste)
Gattung
Skulptur

Die Geschichte

Als Alexander der Große 323 v. Chr. in Babylon starb, dauerte es kaum eine Generation, bis seine Bildnisse die Vorstellung prägten, die sich Bildhauer rund ums Mittelmeer von jugendlichen Göttern und Heroen machten. Erkennungszeichen war das Haar, eine dichte Fülle, über der Stirn emporgestrichen und lose bis auf die Schultern fallend.

Genau dieses Haar trägt der Apollon vom Scasato. Er wurde gegen Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. aus Ton für den Giebel eines Tempels modelliert, der in Lo Scasato auf dem Tuffplateau von Falerii stand, dem Hauptort der Falisker nördlich von Rom. Die Forschung vergleicht sein Gesicht mit Alexanderbildnissen, und ob der Bildhauer den Gott, den König oder einfach den heroischen Typus meinte, den Lysipp, Alexanders Hofbildhauer, in Mode gebracht hatte, lässt sich kaum entscheiden.

Ausgegraben wurde der Tempel in den 1880er Jahren. Die Grabungen in Falerii lieferten damals so viel, dass die Villa Giulia 1889 vor allem für diese Funde in ein Museum verwandelt wurde, und über Jahrzehnte war die Büste eines seiner bekanntesten Bilder.

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