
Büste der Juno aus Celle
Details
Die Geschichte
Der römische Dichter Ovid hatte eine Frau aus Falerii, und mit ihr reiste er zum Fest der Juno dorthin. In einem Gedicht schildert er den steilen Weg hinauf zu einem uralten Hain, den Festzug durch die geschmückten Straßen, Mädchen mit Gold und Edelsteinen im Haar und schneeweiße Färsen von den faliskischen Weiden, die zum Altar geführt wurden. Nur die Ziege, schreibt er, verschmähte die Göttin, weil einst eine Ziege ihr Versteck im Wald verraten hatte.
Verehrt wurde die Göttin in Falerii da schon seit Jahrhunderten. Diese Büste einer Göttin entstand um 380 v. Chr. für den Tempel von Celle vor der Stadt, den das Museum als Tempel der Juno Curitis bestimmt, der großen Göttin von Falerii.
Nur gut 15 Jahre zuvor, 394 v. Chr., hatte der römische Feldherr Camillus Falerii belagert. Nach der römischen Überlieferung, wie der Geschichtsschreiber Livius sie erzählt, ergab sich die Stadt, nachdem ein Lehrer seine Schüler dem Feind ausliefern wollte und Camillus ihn zurückschickte, von den Knaben selbst mit Ruten getrieben. Wie viel davon Legende ist, sei dahingestellt. Falerii schloss Frieden mit Rom und behielt seine eigenen Götter.

