
Peter Paul Rubens · PD
Mariä Himmelfahrt
Details
Die Geschichte
Diese riesige Eichentafel, oben gerundet und über viereinhalb Meter hoch, war ursprünglich für den Hochaltar der Kathedrale von Antwerpen gedacht. Dort ist sie nie angekommen. Rubens arbeitete ab etwa 1611 daran, und 1621 kam das Bild stattdessen in die Marienkapelle der Antwerpener Jesuitenkirche. Die Kathedrale bekam erst 1626 eine andere Himmelfahrt Mariens von Rubens, die bis heute über ihrem Hochaltar hängt. Hier sehen wir seine erste Fassung des Themas, und verglichen mit den späteren wirkt sie erstaunlich ruhig. Maria schwebt in hellem Licht empor, unten blicken Männer und Frauen fassungslos in das leere Grab, gemalt in den schweren, erdigen Farben der Welt, die sie verlässt. Mehr als 150 Jahre blieb die Tafel bei den Jesuiten. 1773 hob der Papst den Orden auf, und 1776 wurde das Bild aus der Antwerpener Kirche für die kaiserliche Sammlung in Wien erworben.




