
Hans Holbein the Younger · PD
Verlobungsbildnis der Anna von Kleve
Details
Die Geschichte
1539 ist Heinrich VIII. seit zwei Jahren Witwer und sucht eine vierte Frau, die ihm zugleich protestantische Verbündete auf dem Festland bringen soll. Sein Minister Thomas Cromwell schlägt ihm Anna von Kleve vor, und der König schickt seinen Hofmaler Hans Holbein, sie und ihre Schwester zu porträtieren. Holbein zeigt sie frontal, mit gesenktem Blick, in den kostbaren rot-goldenen Stoffen der Kleveschen Mode und über und über mit Schmuck bedeckt. Das Bild überzeugt Heinrich, der den Ehevertrag unterschreibt. Die Wirklichkeit enttäuscht ihn. Die Hochzeit findet im Januar 1540 statt, und wenige Monate später lässt er die Ehe annullieren, mit der Klage, Anna gleiche ihrem Bildnis nicht. Dieser Ausgang rettet ihr das Leben: Sie stirbt erst viel später, geehrt als Schwester des Königs. Eine jüngste Restaurierung gab dem Hintergrund sein ursprüngliches kräftiges Blau zurück, das mit der Zeit zu einem trüben Grün geworden war.




