
Franz Marc · PD
Schwarzweißes Pferd in Berglandschaft mit Regenbogen
Details
Die Geschichte
Das schmale Hochformat dieses Blattes hat einen praktischen Grund. Franz Marc plante 1911 ein großes Hinterglasbild, das als Füllung in eine Holztür eingesetzt werden sollte, und diese Skizzenbuchseite, knapp 22 Zentimeter hoch und halb so breit, ist eine Studie dafür. Er zeichnete mit Kohle vor und legte dann Aquarell und Deckfarben darüber. Oben spannt sich ein Regenbogen, darunter ragen blaue Gipfel auf. Keilförmige Farbflächen staffeln sich den Hang hinab bis zu den beiden Pferden am unteren Rand, einem schwarzen und einem weißen, die dicht beieinanderstehen. Das fertige Glasbild schätzte Marc so sehr, dass er es im Dezember 1911 in der ersten Ausstellung des Blauen Reiters zeigte, des Kreises um ihn und Wassily Kandinsky, in der Münchner Galerie Thannhauser. Die Albertina erwarb das Blatt 1956 beim Berner Kunsthandel Gutekunst und Klipstein.




