
Totenbuch des Nebhepet
Details
Die Geschichte
Fast drei Meter lang ist diese Rolle, angefertigt für Nebhepet, laut Museum einen Sohn des Butehamun, dessen Särge in der Nähe stehen. Der Text ist gekürzt, dafür ist die Rolle reich bebildert, ein typisches Totenbuch der 21. Dynastie, so das Museum. In dieser Zeit traten auf vielen Rollen die Sprüche hinter den Bildern zurück.
Besonders sind drei Szenen aus dem bäuerlichen Leben. Nebhepet pflügt, er schneidet Weizen und rauft Flachs, jede Arbeit zu ihrer Jahreszeit. Dass die Toten im Jenseits Felder bestellen, war eine alte Vorstellung. Das Museum sieht hier aber eine Art Allegorie: Nebhepet wird Osiris in zwei Gestalten gegenübergestellt. Die eine ist der Osiris der Vegetation, verbunden mit dem Korn, das im Sonnenlicht reift. Die andere ist der Mond-Osiris, verbunden mit dem Flachs, der unter den Strahlen des Mondes wächst. Mit Pflügen und Ernten nimmt der Verstorbene teil am Kreislauf des Gottes, der stirbt und wiederkehrt.
Eine Datierung mit Jahreszahlen gibt das Museum für diese Rolle nicht an, nur die 21. Dynastie.




