
Flaschen und Messer
Details
Die Geschichte
1912 trat Juan Gris aus dem Schatten Picassos heraus. Im Frühjahr zeigte er im Pariser Salon des Indépendants eine große Hommage an Picasso, zum ersten Mal nahm ihn das Publikum als eigenständigen Maler wahr, und noch im selben Jahr schloss er einen Vertrag mit Daniel-Henry Kahnweiler, dem deutschen Kunsthändler, der bereits Picasso und Braque vertrat. Dieses Stillleben stammt genau aus jenem Moment. Ein paar schlichte Dinge auf einem Tisch, zwei Flaschen und ein Messer, zerlegt in gekippte graue und braune Flächen und so wieder zusammengesetzt, dass man sie zugleich von mehreren Seiten liest. Die Farbigkeit bleibt bewusst zurückhaltend, näher an den gedämpften Grautönen des frühen Kubismus als an den kräftigeren Farben, die er sich bald erlauben sollte. Achten Sie auf das flach an der vorderen Tischkante liegende Messer, eine gerade Linie, die die verschobenen Facetten zusammenhält.




