
Pierre-Auguste Renoir · PD
Chrysanthemenstrauß
Details
Die Geschichte
1881 war Renoir kaum zu Hause. Im Frühjahr fuhr er nach Algerien, gegen Jahresende nach Italien, wo er in Rom die Fresken Raffaels sah und in Neapel die Wandbilder aus Pompeji. Blumenstücke wie dieses entstanden zwischen solchen Reisen, und Renoir hat dem Schriftsteller Georges Rivière einmal erklärt, warum er sie so gern malte. Bei Blumen könne er Töne und Werte ausprobieren, ohne Sorge, die Leinwand zu verderben. Bei einer Figur würde er das nie riskieren. Der Strauß steckt hier in einem schmucklosen Tonkrug, und die Tischdecke darunter trägt ein gemustertes Blumenwerk in Lebensgröße. Der Krug hält die beiden Blumenwelten auseinander. Das Bild gehörte zuletzt dem amerikanischen Verleger Walter Annenberg und kam 2002 mit seiner Sammlung an das Metropolitan Museum in New York, wo es im Saal 821 hängt.




