
Paul Gauguin · PD
Obstschale und Krug vor einem Fenster
Details
Die Geschichte
Unten links, leicht zu übersehen, steht Gauguins Signatur P Go auf dem Kopf, vielleicht damit sie aussieht wie in die Tischplatte geritzt. Das Bild entstand wahrscheinlich 1890, als Gauguin einen großen Teil des Jahres in der Bretagne verbrachte. Auf dem Tisch liegt, was man aus den Stillleben Cézannes kennt, Obst in einer Schale, ein zerknülltes Tuch, ein schräg über die Kante ragendes Messer, dazu kurze, schräg gesetzte Pinselstriche und ein flach gekippter Raum. Der graue Humpen mit dunkelblauem Dekor ähnelt den Trinkgefäßen, die man in der Bretagne benutzte. Rätselhaft bleibt der schmale Streifen oben. Dort drängen sich rote Dächer und helle Mauern, eher eine Stadt als ein bretonisches Dorf, und die National Gallery in London bemerkt, dass dieser Ausblick nicht so an den Raum davor anschließt, wie es ein echtes Fenster täte. Einen bestimmten Ort hat man darin bis heute nicht erkannt.




