
Bretonische Eva
Details
Die Geschichte
Eine nackte Frau sitzt auf einem grauen Felsblock, den Kopf in die Hand gesenkt, das Gesicht verborgen. Das Bild trägt zwei Titel, Bretonische Eva und Melancholie. Schon 1889 hatte Gauguin in Pastell eine bretonische Eva gezeichnet und damit die erste Frau der Bibel zwischen die Felsen und Felder der Bretagne versetzt. Sérusier, der damals an seiner Seite malte, griff die Idee um 1890 auf. In der französischen Datenbank der Museumsbestände wird die Figur als sitzende Allegorie der Traurigkeit in einer Landschaft geführt. Der Hang um sie herum ist in flache Formen zerlegt: grauer Stein, grünes Gras, rosa und orangefarbenes Gestrüpp, dunkle Bäume. Eine schwere gelbe Wolke füllt einen Winkel des Himmels. Das Gemälde blieb bei der Witwe des Malers und danach in Privatbesitz, bis es 1981 in die staatlichen Sammlungen kam.




