Tetraeder

Tetraeder


Details

Jahr
1910
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
91,5 × 57,4 cm

Die Geschichte

Um 1910 malte Paul Sérusier im bretonischen Städtchen Châteauneuf-du-Faou Bilder, auf denen nichts anderes zu sehen ist als geometrische Körper. Etwa 15 Tetraeder, Pyramiden aus vier Dreiecksflächen, schweben hier in einem Raum ohne Horizont. Oben leuchtet er golden und orange, nach unten geht er in Grün und schließlich in tiefes Blau über. Jeder Körper hat eine helle und eine verschattete Seite, als hinge er mit echtem Gewicht in der Luft. Sérusier hielt diese einfachsten Formen für das Gerüst aller Gestalten in der Natur. Er berief sich dabei auf Platons Timaios, in dem die Welt aus regelmäßigen Körpern gebaut ist und die Pyramide am Anfang steht. Kandinsky in München und Kupka in Paris näherten sich in denselben Jahren der gegenstandslosen Malerei. Das Bild blieb jahrzehntelang bei Sérusiers Witwe, ging 1984 in Paris und 1989 in London durch Auktionen und kam 2018 ins Musée d'Orsay.

Stehst du davor? Richte die Kamera drauf. Hol dir die App.