
Paul Gauguin · PD
Spinnendes bretonisches Mädchen
Details
Die Geschichte
Dieses Bild war einmal eine Wand. Im Herbst und Winter 1889 wohnte Gauguin in Le Pouldu an der bretonischen Küste im Gasthaus La Buvette de la Plage, und gemeinsam mit dem niederländischen Maler Meijer de Haan bemalte er dort den Speiseraum, mit Ölfarbe direkt auf den Putz. Diese Technik kannte Gauguin nicht, und der Malgrund lässt das noch erkennen. Im Dezember 1889 schrieb er Vincent van Gogh, die Figur sei eine Bäuerin, die am Rand des Meeres spinnt. Vom Engel über ihr schrieb er nichts, obwohl ein spinnendes Mädchen mit einer himmlischen Erscheinung genau die überlieferte Darstellung der Jeanne d'Arc ist. Unter diesem Namen läuft das Bild bis heute mit. Spätere Wirte tapezierten den Raum zu. 1924 kam die Spinnerin unter mehreren Lagen Tapete wieder zum Vorschein.




