Kopf eines jugendlichen Satyrs

Kopf eines jugendlichen Satyrs


Details

Künstler
Unbekannter griechischer Bildhauer (Hellenismus)
Jahr
-100
Technik
Bronze
Gattung
Skulptur

Die Geschichte

Um 100 v. Chr., als dieser Kopf gegossen wurde, stand das griechische Mutterland seit rund einem halben Jahrhundert unter römischer Herrschaft. Griechische Statuen gingen damals in großer Zahl nach Italien, in die Häuser und Gärten reicher Römer. Die meisten Bronzen jener Zeit wurden später eingeschmolzen, weil ihr Metall wertvoll war. Was von der griechischen Bildhauerei geblieben ist, ist überwiegend Marmor, oft in römischen Kopien. Ein griechisches Bronzeoriginal wie dieses ist deshalb selten.

Das Museum nennt ihn schlicht einen jugendlichen Satyr. Der Kopf gehörte zu einer ganzen Statue, die einen Begleiter des Weingottes Dionysos zeigte, einen jener halbwilden Gesellen aus seinem Gefolge. Vom Körper ist nichts erhalten.

Die Augenhöhlen sind heute leer. Griechische Bronzegießer fertigten die Augen gesondert, aus Stein, Glas oder anderen Werkstoffen, und setzten sie ein. Hier sind diese Einlagen verloren. Der Kopf misst nur 21 Zentimeter.

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