Kapuzinermönch

Kapuzinermönch


Details

Technik
Öl auf Leinwand
Maße
37 × 31 cm

Die Geschichte

Das Bild ist klein, 37 auf 31 Zentimeter, kaum größer als ein Briefblatt. Dargestellt ist ein Kapuziner, ein Ordensmann des im 16. Jahrhundert in Italien gegründeten Franziskanerzweigs, erkennbar an der langen spitzen Kapuze, die der Kutte ihren Namen gab. Von der Farbe dieser Kutte kommt später auch das Wort Cappuccino.

Gyzis setzt die dunkle Kapuze gegen das Gesicht und überlässt alles Übrige dem Licht. Die beleuchteten Flächen von Stirn und Wange und zwei kleine Lichtpunkte in den Augen tragen das ganze Bild. Der griechische Kunsthistoriker Giannis Papaioannou nannte es eher eine Anatomie der Seele als ein Porträt und hielt es für das klarste Beispiel dafür, was der Maler mit Licht und Schatten konnte.

Ein Datum ist nicht überliefert. In München, wo Gyzis sein Arbeitsleben verbrachte, gehörten Kapuziner zum Straßenbild. Seit den 1820er Jahren waren sie wieder in Bayern, und in den 1890er Jahren entstand in der Ludwigsvorstadt ihre Kirche Sankt Anton.

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