Nach der Zerstörung von Psara

Nach der Zerstörung von Psara


Details

Jahr
1897
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
133 × 188 cm

Die Geschichte

Psara ist eine kleine Insel in der östlichen Ägäis, die im griechischen Unabhängigkeitskrieg eine große Flotte stellte. Am 21. Juni 1824 landete dort ein osmanisches Heer. Die Inselbewohner und die bei ihnen untergekommenen Flüchtlinge wurden getötet, verschleppt oder auf die letzten noch schwimmenden Boote gedrängt. Gyzis nahm sich den Stoff mehr als 70 Jahre später vor. Er begann 1896 damit und arbeitete noch daran, während Griechenland den kurzen Krieg von 1897 verlor.

Die Flucht hat bei ihm die Form eines Schiffbruchs, das Meer vollendet also, was die Soldaten begonnen hatten. Das Boot liegt tief und überfüllt im Wasser, eine Gestalt in griechischer Tracht hat sich darin aufgerichtet, und die Menschen haben Ikonen und eine Fahne mit herausgebracht. In der Literatur wird das Bild regelmäßig neben Géricaults Floß der Medusa von 1819 gestellt.

Die Leinwand ist 188 Zentimeter breit und fast durchweg nächtlich, Rot kommt nur sparsam vor. Dieselbe Sammlung bewahrt eine viel kleinere Fassung derselben Szene, 41 auf 59 Zentimeter, einen von mehreren Anläufen, die Gyzis auf dieses Motiv machte.

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