Kardinal Albrecht von Brandenburg vor dem Gekreuzigten

Kardinal Albrecht von Brandenburg vor dem Gekreuzigten


Details

Jahr
1522
Technik
Öl auf Tannenholz
Gattung
Gemälde
Maße
158,4 × 112,4 cm

Die Geschichte

Der Betende im roten Gewand ist Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Mainz und Magdeburg und seit 1518 Kardinal. Um in Rom die Gebühren für die Häufung seiner Kirchenämter zu bezahlen, hatte er sich bei den Fuggern Geld geliehen, und er durfte an den Einnahmen eines in seinen Gebieten gepredigten Ablasses teilhaben. Am 31. Oktober 1517 schrieb ihm Martin Luther einen Protestbrief und legte seine 95 Thesen bei. Wenige Jahre später, irgendwann zwischen 1520 und 1525, ließ sich Albrecht von Lucas Cranach malen, dem Wittenberger Hofmaler und Freund Luthers. Das Museum versteht das Bild als Vision. Albrechts Blick geht in die Ferne, und der Gekreuzigte, den wir sehen, entsteht vor seinem inneren Auge. Das großflächige Rot von Gewand und Kissen hebt sich von der Umgebung ab wie der helle, von Geißelspuren übersäte Körper Christi vom dunklen Himmel. Im selben Museum hängt Grünewalds Tafel mit Erasmus und Mauritius, auf der Albrecht als heiliger Erasmus erscheint.

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