Charakterkopf Nr. 33: Ein Erzbösewicht

Charakterkopf Nr. 33: Ein Erzbösewicht


Details

Museum
Belvedere
Jahr
1780
Technik
Zinn-Blei-Legierung, Guss
Maße
39 × 26 cm

Die Geschichte

Dieser Kopf ist aus Metall gegossen, laut Analyse aus einer Legierung von rund 80 Prozent Zinn und 19 Prozent Blei. In seiner Serie mischte Messerschmidt die Metalle in wechselnden Anteilen. Der Kopf ist tief auf die Brust gedrückt, die Augen sind zusammengekniffen, die Nase gerümpft, die Lippen fest aufeinandergepresst.

Auf dem Sockel steht nur die Nummer 33, links unten eingeschlagen. Den Namen „Ein Erzbösewicht“ bekam der Kopf erst 1793, zehn Jahre nach Messerschmidts Tod, als die Köpfe in Wien ausgestellt wurden und eine Begleitschrift jedem einen Titel gab.

Ins Belvedere kam er 1923, gekauft im Wiener Auktionshaus Albert Kende. Im selben Jahr eröffnete die Österreichische Galerie im Unteren Belvedere ihr Barockmuseum, und bis 1927 erwarb sie beim selben Haus zwei weitere Charakterköpfe.

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