Karl der Kühne

Peter Paul Rubens · PD

Karl der Kühne


Details

Jahr
1618
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
118,5 × 102 cm

Die Geschichte

Als Rubens ihn malte, war Karl der Kühne seit 140 Jahren tot. Es gab kein Modell, nur ältere Bildnisse und einen Ruf. Karl war der letzte Herzog von Burgund und verbrachte seine Regierungszeit mit dem Versuch, aus seinen Ländern, Burgund und den Niederlanden, ein eigenes Königreich zu machen. Die Eidgenossen und der Herzog von Lothringen hielten ihn auf. Am 5. Januar 1477 fiel er in der Schlacht vor Nancy, und seine Leiche wurde zwei Tage später in einem zugefrorenen Teich gefunden, so entstellt, dass man sie nur an alten Narben erkannte. Sein ganzes Erbe ging dann über seine Tochter Maria an deren Mann Maximilian von Habsburg. Deshalb hatte ein Maler im habsburgisch regierten Antwerpen überhaupt einen Grund, ihn darzustellen. Rubens schuf ein idealisiertes Bildnis, einen Herrscher, dem man den Machtanspruch an der ganzen Haltung ansieht. Die Eichentafel entstand vor 1618 und blieb wohl in Rubens' eigenem Nachlass.

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