
Kinderspielzeug mit Vogelkäfig
Details
Die Geschichte
Um 1911 nahm man im Kreis des Blauen Reiters Kinderzeichnungen ernst wie Kunst. Gabriele Münter und Wassily Kandinsky sammelten sie, und Kinderkunst galt in der Gruppe als vorbildlich, ästhetisch wie weltanschaulich. Maria Franck-Marc malte seit 1908 Kinderspielzeug und Kinderszenen, und hier überträgt sie die Idee auf den Bildaufbau selbst. Das Lenbachhaus beschreibt, dass die Dinge ohne Zentrum und ohne Symmetrie verteilt sind, ganz so, wie die wissenschaftliche Literatur jener Jahre das kindliche Gestalten schilderte. Ein Vogel, ein Schaf, ein Hahn und eine Schale gehören dazu, in kräftigen, flächigen Farben. Den Mut zu solchen Farben fand sie in dieser Zeit, um 1911 oder 1912, etwa gleichzeitig mit Franz Marc, bestärkt durch die Begegnung mit dem Maler August Macke. Das Museum erwarb die knapp 90 Zentimeter breite Leinwand 2017.
