Christus und die Ehebrecherin

Christus und die Ehebrecherin


Details

Jahr
1526
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
78,5 × 75 cm

Die Geschichte

Im Venedig der 1520er-Jahre war die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin ein beliebtes Thema für nahsichtige Halbfigurenbilder. Johannes erzählt, wie Schriftgelehrte und Pharisäer die Frau vor Jesus brachten, ihn daran erinnerten, dass das Gesetz des Mose die Steinigung solcher Frauen gebiete, und auf seine Antwort warteten. Er bückte sich, schrieb mit dem Finger auf die Erde und sagte dann, wer von ihnen ohne Sünde sei, solle den ersten Stein werfen.

Christus erscheint hier zwischen der Frau und einem Pharisäer, und das Museum sieht in den Figuren nordische, deutsche Einflüsse. Neue Untersuchungen mit Röntgen, Infrarot und weiteren bildgebenden Verfahren haben gezeigt, dass das Bild beim Tod Palmas 1528 noch unvollendet war und später teilweise übermalt wurde, sodass sich seine ursprüngliche Bedeutung verschob. Verändert wurden der Blick der Frau, ihr Haar und die Haltung der Hand Christi. Manche Partien blieben ungelöst.

Deshalb nennt das Museum auf dem Schild einen zweiten Namen, mit Fragezeichen. Rocco Marconi, ein Maler aus Treviso, der in Venedig arbeitete, starb kaum ein Jahr nach Palma, und gerade diese Szene kannte er gut. Von einer seiner Kompositionen zu Christus und der Ehebrecherin sind neben Kopien fast ein Dutzend Fassungen bekannt, zwei davon signiert, eine in den Gallerie dell'Accademia in Venedig.

Stehst du davor? Richte die Kamera drauf. Hol dir die App.