
Duccio di Buoninsegna · PD
Christus und die Samariterin
Details
Die Geschichte
Die kleine Tafel stammt aus der Predella der Maestà, des großen doppelseitigen Altars, den Duccio zwischen 1308 und 1311 für den Dom von Siena malte. Die Bildsprache, mit der er arbeitete, kam aus Byzanz, und das Museo Thyssen-Bornemisza nennt genau die Stellen, an denen er hier davon abweicht. Der Brunnen hat Stufen, rechts erhebt sich mit Tor und Zinnen die Stadt Sychar, ein steiniger Weg führt von dort herab, und die Samariterin trägt ihren Krug auf dem Kopf.
Erzählt wird eine Szene aus dem Johannesevangelium. Christus sitzt müde vom Weg auf dem Rand des Jakobsbrunnens und bittet die Frau um Wasser. Sie wendet ein, er habe nichts zum Schöpfen, und der Brunnen sei tief. In ihrer linken Hand hängen ein Bund weißes Seil und ein kleiner Kupfereimer. Aus dem Stadttor kommen die Apostel zurück, die Essen kaufen gegangen waren. Das Blattgold des Himmels ist stark abgerieben, und darunter kommt in Streifen der rote Bolus zum Vorschein, auf den es einst gelegt wurde.





