Der segnende Christus

Der segnende Christus


Details

Jahr
1500
Technik
Öl auf Holz
Maße
59 × 46 cm

Die Geschichte

Im 17. Jahrhundert hielt man diesen segnenden Christus für ein Werk des Rosso Fiorentino, im Inventar von 1790 für einen Perugino, ab 1893 für eine Arbeit Mariotto Albertinellis. Erst 1969 schrieb der amerikanische Kunsthistoriker Everett Fahy die kleine Tafel Fra Bartolomeo zu und rückte sie nahe an dessen „Verkündigung“ von 1497 im Dom von Volterra. Der Bildtyp selbst stammt aus dem Norden. Der halbfigurige Christus, der mit einer Hand segnet und in der anderen die Nägel der Kreuzigung hält, ist ein Motiv, das Hans Memling und seine Nachfolger in Brügge vielfach malten. Flämische Bilder kannte man in Florenz gut, spätestens seit 1483 der große Altar des Hugo van der Goes für Tommaso Portinari, den Vertreter der Medici-Bank in Brügge, dort eintraf. Nordisch wirken auch die Türme der Stadt im Hintergrund und die drei kleinen Kreuze auf einem fernen Hügel. An der Hand, die die Nägel umfasst, ist die Wunde zu sehen.

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