
Dguendel · CC-BY-4.0
Christus trägt das Kreuz
Details
Die Geschichte
Um 1571 bestellte die venezianische Kaufmannsfamilie Cuccina bei Veronese vier riesige Leinwände für einen einzigen Saal ihres Palasts am Canal Grande. Drei davon sind festlich, darunter die Hochzeit zu Kana. In dieser bricht Christus unter dem Kreuz zusammen, während die Soldaten ihn weiterziehen. Über vier Meter breit läuft die Szene in Figurengruppen ab, damit sie von einer Längswand des Saals aus zu lesen war.
1645 ging der Zyklus an den Herzog von Modena, und 1746 kaufte August III. ihn zusammen mit rund 100 weiteren Bildern der Este-Galerie für Dresden. Bei der Restaurierung zwischen 2013 und 2017 zeigte sich, dass die Felspartie über Generationen hinweg immer wieder übermalt worden war. Beschädigt war dort kaum etwas. Man wollte die Farben nur dem nachgedunkelten Gesamteindruck angleichen. Darunter lag die ursprüngliche Malerei, mit dem harten Wechsel von Licht und Schatten und den grellen Gegenfarben in den Gewändern, die seit 2017 wieder zu sehen sind.





