
Giotto · PD
Kreuzigung Christi
Details
Die Geschichte
Um 1312 oder 1313 notierte der Chronist Riccobaldo aus Ferrara, wo der Florentiner Giotto gearbeitet hatte, und nannte dabei auch die Kirche der Franziskaner in Rimini. Die Pinakothek datiert diese kleine Tafel vor diese Jahre. Die Kreuzigung war einmal eine von sieben Szenen aus dem Leben Christi, die nebeneinander auf einem einzigen langen Brett gemalt waren, einer Altarrückwand. Solche langgestreckten Retabel, Dossale genannt, waren in Florenz selten, in der Emilia-Romagna dagegen üblich. Einzelheiten der Bilder deuten nach Rimini, wo die Herrscherfamilie Malatesta Giotto für ihre Kirche San Francesco beauftragt hatte. Später wurde das Brett in einzelne Bilder zersägt. Drei der Szenen besitzt München, diese hier erwarb König Max I. Joseph 1813 vom Grafen Lucchesi.




