Christoph Willibald von Gluck

Christoph Willibald von Gluck


Details

Jahr
1775
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
99,5 × 80,5 cm

Die Geschichte

1774 sprach Paris von kaum etwas anderem als von Gluck. Im April wurde seine Iphigénie en Aulide an der Opéra uraufgeführt, im August folgte die französische Fassung seines Orpheus, und die junge Königin Marie Antoinette, aufgewachsen am Wiener Hof, an dem er wirkte, stand offen auf seiner Seite. Im Salon des Louvre war der Komponist im Jahr darauf gleich zweimal zu sehen, in Gips als Büste des Bildhauers Jean-Antoine Houdon und in Öl auf diesem Bildnis von Joseph-Siffred Duplessis.

Duplessis hat ihm nicht geschmeichelt. Gluck hatte die Pocken überstanden, und die Narben in seinem Gesicht bleiben sichtbar. Das Kunsthistorische Museum hebt hervor, dass die Inszenierung offiziell und repräsentativ ist, das Gesicht aber in einem ganz privaten Augenblick erfasst. Gluck gefiel das Bild, er hängte es gut sichtbar in seiner eigenen Wohnung auf. Duplessis signierte und datierte es auf dem Spinett, gemalt in Paris 1775, und seit 1824 ist es in der kaiserlichen Galerie in Wien nachweisbar, der Stadt, in der Gluck 1787 starb.

Stehst du davor? Richte die Kamera drauf. Hol dir die App.