
Die Beschneidung Christi
Details
Die Geschichte
Die Bruderschaft in Pesaro, die dieses Altarbild bestellte, war dem Namen Jesu geweiht, und daher kommt das Thema. Im Lukasevangelium wird das Kind am achten Tag beschnitten und bekommt im selben Augenblick seinen Namen. Für diese Brüder war es also ihr eigenes Fest. Den Auftrag erhielt Federico Barocci um 1581, Zahlungen sind für 1583 und 1588 verzeichnet, und signiert und datiert hat er die Leinwand 1590, auf dem Betstuhl der Muttergottes. Fast zehn Jahre für ein einziges Bild.
Der Hohepriester hält das Kind, ein Gehilfe in Gelb, mit dem Rücken zu uns, bereitet den Schnitt vor, rechts schauen Maria und Josef zu. Vorn links liegt ein Lamm, das Opfertier, das schon auf den Tod dessen vorausweist, der hier seinen Namen erhält. Auf der anderen Seite stehen die Becken und Kannen für den Ritus.
1798 wurde das Gemälde von seinem Altar genommen und nach Paris gebracht. 1802, in dem Jahr, in dem Notre-Dame wieder dem katholischen Gottesdienst übergeben wurde, wies man es der Kathedrale zu, und 1862 gab das Domkapitel es an den Louvre ab.




