
Piet Mondrian · PD
Komposition aus Linien und Farbe: III
Details
Die Geschichte
Das Weiß auf diesem Bild ist dick und bewegt. Mondrian trug das helle Weiß in mehreren Schichten auf und führte den Pinsel dabei in wechselnde Richtungen, so dass die Oberfläche das Licht unterschiedlich fängt. Früher hatte er seine Weißflächen mit feinen Farbtönungen voneinander abgesetzt. Das Bild entstand 1937 in Paris. Im Juli desselben Jahres eröffneten die Nationalsozialisten in München die Ausstellung „Entartete Kunst“, und auch Arbeiten von Mondrian wurden dort zur Verhöhnung vorgeführt. Schwarze Linien teilen die Leinwand. Zum rechten Rand hin drängen sie sich zusammen, manche verdoppelt, mit schmalen weißen Streifen dazwischen. Die einzige Farbe ist ein kleines blaues Rechteck unten rechts, das das Kunstmuseum Den Haag als Anker für all die Bewegung ringsum beschreibt. 1938 zog Mondrian, der sich in Paris zunehmend unsicher fühlte, nach London. Das Museum kaufte das Bild 1967 bei einem Londoner Kunsthändler, mit Unterstützung der Vereniging Rembrandt, eines niederländischen Vereins, der Museen beim Ankauf hilft.




