
Piet Mondrian · PD
Komposition in Farbe A
Details
Die Geschichte
1916 zog Mondriaan nach Laren, ein Dorf östlich von Amsterdam, in dem während des Krieges viele Maler saßen. Dort traf er Bart van der Leck, der seine Motive damals in glatte Flächen reiner Farbe auflöste, und Mondriaan hat später eingeräumt, dass ihn das weitergebracht hat. Was hier hängt, ist seine Antwort darauf, gedämpftes Rosenrot, tiefes Blau und dunkler Ocker, sauber begrenzt und doch von keiner Linie eingeschlossen. Die kurzen schwarzen Striche verbinden die Flächen eher, als dass sie sie umgeben. Manche liegen nebeneinander, manche überlappen, und das Weiß dazwischen ist mitgemalt und kein Untergrund, sodass sich nicht sagen lässt, was vorn und was hinten liegt. Anfang 1918 schrieb Mondriaan seinem Kollegen Theo van Doesburg, worin er mit van der Leck nicht übereinkam: Er wollte seine Farbflächen rechtwinklig, van der Leck war der rechte Winkel gleichgültig, solange die Ränder gerade blieben.





