
Claude Monet · CC-BY-SA-4.0
Ecke des Seerosenteichs
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1918 lag die Front nahe genug an Giverny, dass Claude Monet in seinem Garten den Kanonendonner hörte. Er blieb, obwohl Familie und Freunde ihn zum Fortgehen drängten, und malte weiter am Teich mit den Seerosen. Dieses Bild gehört zu der Reihe, in der der Horizont vollständig verschwindet und nur noch Wasserfläche, Spiegelungen und Blüten übrig bleiben. Am 12. November 1918, dem Tag nach dem Waffenstillstand, schrieb Monet an Georges Clemenceau, den Ministerpräsidenten und alten Freund, er wolle dem französischen Staat zwei solcher Tafeln schenken. Aus dem Angebot wurden die großen Wandbilder in der Orangerie. Seine Augen waren damals schon vom grauen Star getrübt, die Ärzte hatten ihn 1912 diagnostiziert, operieren ließ Monet sich erst 1923. Das Genfer Bild trägt im Werkverzeichnis von Daniel Wildenstein die Nummer 1879.




