
Franz Marc · PD
Kühe, rot, grün, gelb
Details
Die Geschichte
Kein Bild Franz Marcs hat die Zeitgenossen so den Kopf schütteln lassen wie seine springende Gelbe Kuh. Er zeigte sie im Dezember 1911 auf der ersten Ausstellung des Blauen Reiter, und Alexander Kanoldt, eben noch sein Kollege in der Neuen Künstlervereinigung München, nannte sie eine ganz miserable Arbeit. Der Dichter Theodor Däubler dichtete dagegen, die gelbe Kuh sehe die Welt blau. Jenes Bild hängt heute im Guggenheim Museum in New York. Dieses hier ist eine spätere Fassung aus demselben Jahr. Hinter die gelbe Kuh hat Marc ein rotes Kalb und einen grünen Stier gestellt, die Landschaft ist durch nachtschwarzes Dunkel ersetzt. Vorn ziehen sich Bodenwellen in Orange, Blau und Karminrot entlang, für Marc ein durchaus festlicher Klang. Auf dem Keilrahmen steht Sindelsdorf, der Ort, an dem er damals lebte.




