
David und Goliath
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Die Geschichte
Ob die Malerei oder die Bildhauerei die edlere Kunst sei, darüber stritt man im Italien des 16. Jahrhunderts mit großem Ernst. 1547 legte der Florentiner Gelehrte Benedetto Varchi diese Frage den führenden Künstlern vor. Für die Skulptur sprach unter anderem, dass man eine Statue umrunden kann. Einige Jahre später wollte Giovanni della Casa, ein Kirchenmann, den man vor allem wegen seines Benimmbuchs „Galateo“ kennt, eine Abhandlung über die Malerei schreiben. Laut Vasari ließ er Daniele zunächst einen David aus Ton modellieren und dieselbe Figur dann auf beide Seiten einer einzigen Schieferplatte malen, einmal von vorn und einmal von hinten. Die Komposition geht auf Zeichnungen seines Freundes Michelangelo zurück, und als die Platte 1715 Ludwig XIV. geschenkt wurde, galt sie als Werk Michelangelos. In Saal 712 steht sie frei im Raum, man kann um sie herumgehen und den Kampf zweimal sehen.



