
David mit dem Haupt des Goliath
Details
Die Geschichte
Im Archiv der Borghese liegt eine Zahlung aus dem Jahr 1612 für einen Rahmen, bestimmt für „den David, den Battistello gemacht hat“. Gemeint ist der Neapolitaner Giovanni Battista Caracciolo, und dieser Beleg hat eine lange Debatte beendet. Der Kunsthistoriker Roberto Longhi hatte das Bild 1914 Orazio Borgianni zugeschrieben, einem römischen Nachfolger Caravaggios, später sprach er nur noch von einem anonymen Caravaggisten. Bei einer jüngeren Restaurierung kam auf der Rückseite der Leinwand zudem die Aufschrift „Battistello da Napoli“ zum Vorschein. Die Bildidee stammt von Guido Reni, dessen David um 1605 entstand und sich heute im Louvre befindet. Von dort kommen die ganze Figur, die gekreuzten Beine und der Federhut. Caracciolo taucht die Szene fast völlig ins Dunkel. Ein hartes Licht erfasst nur die Schulter des Jungen, seine Hand im Haar des Riesen und die Wunde auf Goliaths Stirn.

