
Paul Gauguin, Day of the God (Mahana no Atua), 1894. Wikimedia Commons. · PD
Der Tag des Gottes (Mahana no atua)
Details
Die Geschichte
So tahitisch die Szene wirkt, gemalt hat Gauguin dieses Bild 1894 in Paris, zwischen seinen beiden Tahiti-Aufenthalten. Er arbeitete aus dem Gedächtnis und aus der Vorstellung: keine dieser Gestalten hat ihm Modell gesessen. In der Mitte steht ein geschnitztes Idol, das der Maler mit Hina verband, einer polynesischen Mondgottheit, und ringsum ordnen sich die Figuren fast wie in einem Fries. Davor sind drei zusammengekauerte Gestalten oft als Geburt, Leben und Tod gedeutet worden. Das Überraschendste liegt ganz unten. Dort löst sich das Wasser in Flecken reiner Farbe auf, flache Formen in Blau, Rosa und Gelb, die kaum noch etwas abbilden. Dieser Streifen nimmt die abstrakte Malerei vorweg, die erst Jahrzehnte später kommen sollte.




