
Francisco Goya · PD
Der Tod des heiligen Albert von Jerusalem
Details
Die Geschichte
Als diese kleine Nachtszene um 1772 entstand, war Goya Mitte zwanzig, gerade aus Italien nach Aragon zurueckgekehrt und noch weit von dem Hofmaler entfernt, der er werden sollte. Man schreibt sie diesen fruehen Jahren zu, und sie ist als Gegenstueck zu einer Flucht nach Aegypten ueberliefert. Das Thema ist ein mittelalterlicher Mord. Albert von Jerusalem war jener Bischof, der die erste Lebensregel des Karmeliterordens verfasste. 1214 wurde er in Akkon im Heiligen Land von einem Mann erstochen, den er zuvor gemassregelt und seines Amtes enthoben hatte. Goya legt die Szene in nahezu voellige Dunkelheit, die Gestalten treten unter einem tiefen, streifenden Licht hervor, das er in der italienischen Malerei studiert hatte. Die fluechtig hingeworfenen Haende im Hintergrund sind schon ganz er. In denselben Jahren malte er Fresken fuer die Kartause Aula Dei vor den Toren von Zaragoza.




