Diana und Kallisto

Didier Descouens · PD

Diana und Kallisto


Details

Jahr
1720
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde

Die Geschichte

Um 1720 war Tiepolo etwa 25 Jahre alt und suchte noch seinen eigenen Weg als Maler. Dieses Bild zeigt ihn mitten im Umbruch. Es gehört zu einer Folge von vier mythologischen Szenen, die vermutlich einen einzigen Saal im Haus eines venezianischen Patriziers schmücken sollten. Die dunklen Schatten, die er von älteren Meistern gelernt hatte, weichen hier einer helleren, luftigeren Farbigkeit, die er von Sebastiano Ricci übernahm, einem führenden venezianischen Maler jener Zeit. Der Stoff stammt von Ovid. Diana, Göttin der Jagd, die mit ihren Nymphen Keuschheit gelobt hat, entdeckt, dass eine von ihnen, Kallisto, ein Kind von Jupiter erwartet. Tiepolo verlegt die Szene ins Freie unter einen weiten Himmel, in jene sonnendurchflutete Umgebung, die bald sein Markenzeichen werden sollte. Die Nymphen umringen Kallisto und stellen sie bloß, während Diana sich abwendet.

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