
Diana bittet Jupiter, sie nicht den Gesetzen der Ehe zu unterwerfen (Skizze)
Details
Die Geschichte
Kaum einen Drittelmeter misst diese Leinwand an jeder Seite, und doch steckt eine ganze Decke darin. Es ist Prud'hons Skizze für Diana bittet Jupiter, das fast drei Meter breite Gemälde, das er 1801 für einen Saal antiker Skulptur im Louvre in Auftrag bekam und das 1803 datiert ist. Ein Maler jener Zeit legte eine große Dekoration zuerst in diesem Format an, um die Figuren zu verteilen, Farben und Licht festzulegen und den Auftraggebern zu zeigen, wofür sie bezahlten.
Die Hauptgruppe steht schon. Jupiter sitzt auf seinem Thron und kehrt uns halb den Rücken zu, Diana fliegt mit dem Köcher auf der Schulter zu ihm empor und greift nach seinen Händen. Ringsum bleibt der Pinselstrich schnell und locker, und die Götter, die rechts aus den Wolken zuschauen, sind nur ein paar blasse Striche, die erst auf der großen Leinwand Gestalt annehmen sollten.
Die Skizze kam 1878 als Schenkung in den Louvre. Sie hängt im Obergeschoss bei den Gemälden, in einem Saal, den sich Prud'hon mit dem Landschaftsmaler Pierre-Henri de Valenciennes teilt, während die vollendete Decke unten im Erdgeschoss bei den griechischen Antiken noch an ihrem Ort ist.




