
Puppenhaus der Sara Rothé
Details
Die Geschichte
Im April 1743 kündigte eine Amsterdamer Zeitung die Versteigerung von drei Puppenhäusern an, und Sara Rothé, eine wohlhabende Amsterdamer Sammlerin, kaufte alle drei für 1.000 Gulden. Zwei davon hatten einst Cornelia van der Gon gehört, der Witwe des Amsterdamer Architekten Adriaan Dortsman. Rothé ließ aus den dreien zwei machen. Dies ist eines davon, das andere steht im Kunstmuseum Den Haag. Solche Häuser waren kostspielige Prunkstücke wohlhabender Frauen. Geschlossen sieht dieses hier aus wie ein gewöhnlicher Schrank. Hinter den äußeren Türen erscheint die Fassade eines Grachtenhauses, hinter den inneren seine Zimmer, im Maßstab von etwa eins zu zehn eingerichtet, mit fast 1.000 Gegenständen. Viel von dem winzigen Silber und den Möbeln stammt von Handwerkern, die sonst dieselben Dinge in voller Größe herstellten, und die Näh- und Stickarbeiten machte Rothé wahrscheinlich selbst. In der Bibliothek kann man die Bücher tatsächlich lesen.




