
Frühes Selbstbildnis
Details
Die Geschichte
Kein Name, keine Signatur, das Gemälde selbst verrät nicht, wer hier mit Pinsel und Palette aus dem Bild schaut. Die weiche weiße Mütze gehört zur Arbeitstracht, in der sich Maler um die Mitte des 18. Jahrhunderts gern darstellten, und der Aufbau entspricht fast genau einem Selbstbildnis Paul Trogers, des älteren Tiroler Malers, der später die Wiener Akademie leitete. Dass es Franz Anton Maulbertsch ist, erschließt sich aus dem Gesicht. In seinen Kirchenbildern im ungarischen Sümeg und in Schwechat hat er sich selbst unter die Figuren gemischt, und die aufgebogene Nase, die markanten Wangenknochen und das vorspringende Kinn stimmen mit diesen Kryptoporträts überein. Um 1750, als das kleine Ölbild auf Karton entstand, war er etwa 26 Jahre alt. Seit 2007 ist es eine Leihgabe aus Privatbesitz im Belvedere.

