
Titian · PD
Ecce Homo
Details
Die Geschichte
Bei der letzten Restaurierung im Puschkin-Museum durchleuchteten die Restauratoren die Leinwand und fanden darunter ein zweites, unvollendetes Bild: den Kopf eines Mannes mit Kragen, offenbar mit einem Schwert in der Hand, zu erkennen erst, wenn man die Röntgenaufnahme um 90 Grad dreht. Tizian hat die Leinwand also ein zweites Mal benutzt. Den mit Dornen gekrönten Christus, den das Volk zu sehen bekommt, malte er um 1567, in den lockeren, fast verwischten Strichen seiner letzten Jahre. Aus dem venezianischen Besitz der Familie Barbarigo kam das Bild Mitte des 19. Jahrhunderts in die Eremitage und 1924 nach Moskau. 1927 schnitten Diebe die Mittelfigur heraus. Gefunden wurde sie 1931, eingerollt in einer im Boden vergrabenen Eisentonne. Seit 2020 hängt die Leinwand wieder in der Dauerausstellung, neben Tizians Porträt des Kardinals Antonio Pallavicini.




