Waldrand (Ebene von Barbizon bei Fontainebleau)

Waldrand (Ebene von Barbizon bei Fontainebleau)


Details

Jahr
1855
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
54,6 × 65,4 cm

Die Geschichte

Mehr als zehn Jahre lang, bis 1878, hing dieses Bild bei Gustave Arosa, einem Pariser Geschäftsmann, Fotografen und Sammler mit Wohnsitz in Saint-Cloud, gleich westlich der Stadt. Bekannt ist Arosa heute vor allem durch seinen Mündel. Er war der Vormund des jungen Paul Gauguin, verschaffte ihm eine Stelle bei einem Pariser Börsenmakler, und in seiner Sammlung hingen Bilder von Corot, Delacroix und Courbet, die Gauguin gut kannte.

Rousseau hatte das Gemälde 1859 im Pariser Salon gezeigt, einen Waldrand in der Ebene bei Barbizon, dem Dorf, in dem er lebte. Ausgeführt hat er es im Atelier, vermutlich nach einer einige Jahre älteren Skizze. Das Museum lenkt den Blick auf die Oberflächen, niedriges Buschwerk und Gras unter goldenem Laub, Wolken im Licht des späten Nachmittags und auf dem ausgetretenen Weg eine Pfütze, in der sich ein Bauer spiegelt, der Holz sammelt.

Am 25. Februar 1878 ließ Arosa seine Sammlung im Hôtel Drouot versteigern, dem Pariser Auktionshaus. Dieses Bild ging für 8900 Francs an den Händler Hector Brame. Später kam es nach Boston zu Clara Bertram Kimball, und durch ihr Vermächtnis gelangte es 1923 ins Museum of Fine Arts.

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