
Ivan Shishkin · PD
Tannenwald am Fluss Kama
Details
Die Geschichte
Auf Russisch trägt das Bild den Namen eines Weilers, Bogaty Log, den es heute nicht mehr gibt. Er lag am Nordrand des Großen Bor, eines Kiefernwaldes östlich von Jelabuga, der Kleinstadt an der Kama, aus der Schischkin stammte. Von der Anhöhe dort malte er 1877 den Blick über herbstliche Wipfel hinab auf den Fluss und auf das flache Land, das dahinter bis zum Horizont reicht. Die Staatliche Kunstgalerie Perm, der das Gemälde gehört, hebt die hohe Kiefer hervor, die über Tannen und Mischwald aufragt. Sie sei fast wie ein Porträt gemalt, mit einem ganz eigenen Charakter. 1885 griff Schischkin denselben Ausblick noch einmal in einer Radierung auf, „Von den Ufern der Kama bei Jelabuga“, und veränderte dabei einige Einzelheiten. Der Wald gehört seit 1991 zum Nationalpark Untere Kama, und von seinem Nordrand aus lässt sich die Aussicht des Bildes bis heute wiedererkennen.




