
Flucht der Heiligen Cantius, Cantianus und Cantianilla (Innenseite); Christus am Ölberg (Außenseite)
Details
Die Geschichte
Die Flucht ist schon so gut wie gescheitert. Das weiße Zugtier ist in die Knie gesunken, der Reiter daneben duckt sich tief in den Sattel, und aus der ummauerten Stadt am Wasser jagen Reiter mit Lanzen heran. Der Legende nach hatten Cantius, Cantianus und Cantianilla ihr Haus in Rom verkauft, den Erlös den Armen gegeben und sich auf den Weg nach Aquileia gemacht. Der Maler kleidete sie um 1510 wie wohlhabende Reisende seiner Zeit. Cantianilla sitzt im bemalten Wagen, in blauem Kleid und mit goldener Halskette, umgeben von den Männern ihrer Begleitung. Ein vergoldeter Maßwerkbogen überspannt die Szene. Auf der Außenseite desselben Flügels, die man bei geschlossenem Altar sah, betet Christus am Ölberg, während die Jünger schlafen und hinter ihnen schon Bewaffnete mit Fahnen anrücken.
