
François Armand de Gontaut, Herzog von Biron
Details
Die Geschichte
Bei der Belagerung von Landau am Rhein verlor der französische General Charles-Armand de Gontaut-Biron 1713 einen Arm. Er hatte den ganzen langen Spanischen Erbfolgekrieg mitgemacht, ebenso sein ältester überlebender Sohn François-Armand. 1714, als dieser Krieg zu Ende ging, malte Largillière den etwa 24-jährigen Sohn als Soldaten.
Er steht im Harnisch, darüber ein Leopardenfell als Umhang, die Handschuhe in der Hand, vor einer weichen, duftigen Landschaft. Auf einem echten Schlachtfeld hatte der Plattenpanzer damals kaum noch etwas zu suchen, und auch die Pose stammt aus den Bildnissen des vorigen Jahrhunderts. Das Museum hebt deshalb hervor, was Largillière daraus macht: das weiche Fell, die offenen Locken, das glatte Leder der Handschuhe und die farbigen Lichter auf dem Metall.
Ein Jahr später heiratete der junge Mann, er führte Kavallerie und trug später den Titel eines Herzogs von Biron. Er starb 1736, lange vor seinem einarmigen Vater. Auf die Rückseite der Originalleinwand schrieb der Maler seinen Namen und das Jahr 1714. Vermutlich kam das Bild über Charlotte, die jüngste Schwester des Dargestellten, in die Familie des Marquis de Sourches, den sie geheiratet hatte.




