
Paul Klee · PD
Früchte auf Rot
Details
Die Geschichte
Der zweite Titel verrät die Herkunft des Bildträgers. Klee nannte das Blatt auch Schweißtuch des Geigers, und wörtlich ist das gemeint. Beim Geigenspiel schob er sich ein rotseidenes Tuch unters Kinn, um sein Instrument zu schonen, eine Geige, die Carlo Antonio Testore 1721 in Mailand gebaut hatte. 1930, als Lehrer am Bauhaus in Dessau, zog er das abgenutzte Tuch auf blauen Karton auf. Die Gebrauchsspuren sind bis heute deutlich zu sehen. Darauf wachsen aus Stimmgabeln kleine Bäume mit runden Blüten und Früchten. Früchte und Blätter sind aus Seide ausgeschnitten und aufgeklebt, die Stängel mit Pinsel oder Feder gezogen, für die Kreise nahm er den Zirkel. Am rechten Rand steht ein Notenschlüssel. Auf dem Untersatzkarton vermerkte Klee die Bezeichnung Sonderclasse, die er nur Arbeiten gab, an denen ihm besonders lag.




