
Filippo Lippi · PD
Begräbnis des heiligen Hieronymus
Details
Die Geschichte
Filippo Lippi war Karmelitermönch, auch wenn sein Leben wenig Klösterliches hatte: In Prato, wo er um 1452 eintrifft, sollte er schließlich mit einer Nonne durchbrennen, Lucrezia Buti, der Mutter seines Sohnes, des ebenfalls malenden Filippino. Diese Tafel stammt aus jenen Prateser Jahren. In Auftrag gab sie Geminiano Inghirami, Propst der Kathedrale und rühriger Mäzen, der Donatello und Michelozzo in die Stadt geholt hatte. Zu sehen ist das Begräbnis des heiligen Hieronymus, aufgebahrt auf einem Katafalk unter einem mit Granatäpfeln bestickten Tuch. Kniend im Vordergrund erkennt man Inghirami selbst, und vor ihm deutet ein verkrüppelter Jüngling auf den Leib des Heiligen, in Erwartung des Wunders, das seine Glieder heilen sollte. Die Tafel trägt die Jahreszahl 1440, die man jedoch für falsch hält: Der Stil setzt sie nach Lippis Ankunft in Prato an. Die Engel im oberen Teil werden mitunter seinem Mitarbeiter Fra Diamante zugeschrieben.




