
Die Geschichte
An der Ecke der Domfassade von Prato ragt eine Außenkanzel über den Platz. Donatello und sein Partner Michelozzo errichteten sie zwischen 1433 und 1438, damit die große Reliquie der Stadt, der Gürtel der Gottesmutter, bekannt als Sacra Cintola, der Menge unten gezeigt werden konnte. Die tanzenden Marmorkinder, die man heute dort oben sieht, sind Kopien. Die Originale, sieben Platten mit springenden, ineinander verschlungenen Putten, wurden 1970 zu ihrem Schutz abgenommen und restauriert und füllen nun einen eigenen Saal im Museum nebenan.
Das Museum wurde 1967 in Räumen des Bischofspalastes links vom Dom eröffnet und 1976 erweitert, um Werke aus der ganzen Diözese aufzunehmen. Das Thema der Reliquie setzt sich in einem Reliquienkästchen fort, das Maso di Bartolomeo 1446 für den Gürtel schuf.
Im Saal der Renaissance hängt Filippo Lippis Begräbnis des heiligen Hieronymus, gemalt für den Dom in den Jahren, in denen er dessen Hauptchorkapelle freskierte. Bezahlt hat es der Geistliche Geminiano Inghirami, den Lippi selbst in die Szene malte. Ein tiefer gelegener Saal unter dem romanischen Kreuzgang zeigt die Gemälde des 17. Jahrhunderts.
