
Totenmaske der Merit
Details
Die Geschichte
Wie Pappmaché, nur 3.000 Jahre älter. Die Maske besteht aus Kartonage, aus Leinenschichten, die mit Gips gehärtet wurden, und ist mit Blattgold belegt, das inzwischen rötlich angelaufen ist. Die Streifen der Perücke sind mit Ägyptisch Blau gemalt, dem ältesten bekannten künstlich hergestellten Farbmittel. Der breite Halskragen wechselt zwischen Bändern aus Karneol, Türkis und einer dunkelblauen Paste, die Lapislazuli nachahmt, und darunter ist ein Geier in Blau und Rot auf gelbem Grund gemalt.
Die Augen waren mit Alabaster und Obsidian eingelegt, erhalten ist nur noch eines der beiden Originale. Schon bei der Öffnung des Grabes 1906 war die Maske beschädigt. Ob das an ihrer Lage im Sarg lag oder an groben Händen bei der Grabung, ist umstritten. Eine Restaurierung von 1967 hielt nicht lange, 2002 wurde die Maske erneut bearbeitet und 2004 auf eine neue gepolsterte Halterung gesetzt. Die Rückseite, die man abgelöst und plattgedrückt fand, ließ sich nicht wieder anfügen und wird getrennt aufbewahrt.




